1855 wurde  Ratsherr Wilhelm  Bretthauer, Steinhude,  Nr. 27, gemeinsam mit  seinem Gesellen Karl Reinhardt aus Hagenburg auf dem Grundstück Nr. 27 in Steinhude, Graf-Wilhelm-Straße 10, in einem eigens erstellten Gebäude die größte Kastenmangel in Schaumburg-Lippe errichtet.

1855 wurde  Ratsherr Wilhelm  Bretthauer, Steinhude,  Nr. 27, gemeinsam mit  seinem Gesellen Karl Reinhardt aus Hagenburg auf dem Grundstück Nr. 27 in Steinhude, Graf-Wilhelm-Straße 10, in einem eigens erstellten Gebäude die größte Kastenmangel in Schaumburg-Lippe errichtet. Bis dahin gingen die Leinenfabrikate direkt vom Webstuhl oder von der Bleiche nach Bremen oder Hamburg, wo sie weiterverarbeitet wurden. Das Gebäude ist mit allen Einrichtungen noch weitgehend im ursprünglichen Zustand vorhanden und wird zur Zeit restauriert.

Kernstück ist ein beweglicher Mangelkasten, in dem sich ca. 12 Tonnen Findlinge befinden. Er ist ca. 12 m lang, 2m breit und 2 m hoch. Dieser Kasten wurde mehrfach über das auf Rollen gewickelte Leinen bewegt. Der Antrieb dieses Kastens war ein Rundlaufgöpel, der anfangs von einem Ochsen, später von einem Pferd gezogen wurde. 1930 erfolgte der Einbau von Elektromotoren.